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Forschen für die Gesellschaft: Wissenschaftliche Karriere in der öffentlichen Verwaltung.

Veröffentlicht am: vom
Gestatten: die Bundesverwaltung

Forschung und Entwicklung im öffentlichen Dienst.

Wissen schaffen, Politik beraten, Gesellschaft gestalten – eine wissenschaftliche Karriere im öffentlichen Dienst verbindet Forschung mit Impact. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Bundesverwaltung liefern Erkenntnisse, die unser Leben verbessern – von Umwelt- bis Sicherheitsthemen. Dafür brauchen wir kluge Köpfe, die mit uns die Zukunft gestalten. Erfahre, welche Chancen dich erwarten – und wie du einsteigen kannst.

Was bringt Wissenschaft dem Staat und der Gesellschaft? 

Deutschland zählt zu den führenden Innovationsnationen – und das nicht ohne Grund. 121,4 Milliarden Euro investierten Staat, Hochschulen und Wirtschaft 2022 in Forschung und Entwicklung (FuE) – so viel wie nie zuvor. Mit einer FuE-Quote von 3,13 % des BIP sichert sich Deutschland technologische Souveränität, wissenschaftliche Exzellenz und eine nachhaltige Zukunft (Quelle: BMBF, 2024). 

Infografik zu den Forschungsausgaben von Staat und Wirtschaft. Der Text zeigt: 121, 4 Mrd. Euro haben Staat und Wirtschaft für Forschung und Entwicklung im Jahr 2022 ausgegeben. Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), 2024.

Staatliche Forschung und Entwicklung verändert unser Leben – von medizinischen Durchbrüchen bis hin zu modernen Verkehrskonzepten. Sie ermöglichen es der Bundesverwaltung, kluge, faktenbasierte Entscheidungen für die Gesellschaft zu treffen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln hier die Grundlagen für Umwelt-, Gesundheits- oder Sicherheitspolitik. Ihre Erkenntnisse fließen direkt in staatliches Handeln ein, fördern das Gemeinwohl und prägen die Zukunft unserer Gesellschaft.

Was machen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der öffentlichen Verwaltung?

Klimawandel, Energieversorgung, Gesundheit und Digitalisierung verlangen nach Lösungen, die weit über Markt und Wirtschaft hinausgehen. Statt kurzfristigen Trends zu folgen, kannst du mit deiner wissenschaftlichen Karriere in der Bundesverwaltung langfristige Veränderungen bewirken und mitgestalten. Hier geht es nicht um den nächsten Verkaufsschlager – sondern um Lösungen für die heutige Gesellschaft und kommende Generationen. Doch wie genau tragen und Wissenschaft und Forschung dazu bei?

Forschung ist ein zentraler Bestandteil der Wissenschaft – sie sammelt Daten, überprüft Hypothesen und liefert neue Erkenntnisse. Doch erst die Wissenschaft ordnet dieses Wissen ein, verknüpft es mit anderen Disziplinen und schafft eine fundierte Basis für politische und gesellschaftliche Entscheidungen. Während Forschung oft praxisnah und anwendungsbezogen ist, verfolgt Wissenschaft eine breitere, strategische Perspektive.

Wie werde ich Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler beim Staat?

In der Bundesverwaltung gibt es viele Wege in eine wissenschaftliche Karriere. Doch eines haben sie gemeinsam: Sie erfordern eine fundierte Ausbildung und analytische Fähigkeiten.

Deine Qualifikationen:

  • Du hast ein abgeschlossenes Studium (Bachelor, Master oder Promotion) in einem relevanten Bereich – z. B. Natur-, Sozial-, Wirtschafts- oder Geisteswissenschaften. 
  • Du hast bereits wissenschaftlich gearbeitet, z. B. als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter.
  • Je nach Fachgebiet kannst du mit Zusatzqualifikationen oder Zertifikaten punkten.

Deine Kompetenzen:

  • Du denkst analytisch und arbeitest strukturiert
  • Du kannst komplexe Inhalte verständlich erklären
  • Du hast Lust auf interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Du sprichst sehr gutes Englisch, um international vernetzt zu arbeiten. 
  • Falls du in einem technischen oder datengetriebenen Bereich forschst: Programmierkenntnisse sind ein Plus.

Mit diesen Qualifikationen und Kompetenzen stehen dir in der Bundesverwaltung viele Karrieremöglichkeiten offen. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter kannst du Forschungsergebnisse analysieren, Studien durchführen und Erkenntnisse für die Politik aufbereiten. In spezialisierten Fachgebieten arbeiten wissenschaftliche Referentinnen und wissenschaftliche Referenten, die Ministerien und Behörden mit ihrem Wissen beraten.

Wer bereits promoviert hat, kann als PostDoc in Forschungsprojekten der Verwaltung tätig werden oder als Forschungskoordinatorin oder Forschungskoordinator die Zusammenarbeit zwischen Ministerien, Hochschulen und Forschungsinstituten steuern. Mit wachsender Erfahrung bieten sich Führungspositionen als leitende Wissenschaftlerin oder leitender Wissenschaftler an, in denen du strategische Forschungsfragen mitgestaltest und die wissenschaftliche Basis für staatliche Entscheidungen sicherstellst.

Welche Bereiche gibt es in der staatlichen Forschung?

In der Bundesverwaltung gibt es wissenschaftliche Aufgaben in fast allen Disziplinen. Egal, ob du an nachhaltigen Energiekonzepten arbeitest, gesellschaftliche Entwicklungen analysierst oder medizinische Risiken erforschst – dein Wissen ist gefragt! 
 

Grafische Darstellung zu den Wissenschaftszweigen in der staatlichen Forschung und Entwicklung. Aufgelistet sind: Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Technologie, Medizin und Gesundheitswissenschaften, Agrarwissenschaften und Veterinärmedizin, Sozialwissenschaften sowie Geisteswissenschaften und Kunst. Im Mittelpunkt sieht man ein Behördengebäude mit Strichen zu den einzelnen aufgelisteten Punkten.

Wichtig: In der Bundesverwaltung ist interdisziplinäre und ressortübergreifende Zusammenarbeit von großer Bedeutung. Ingenieurwissenschaftlerinnen und Ingenieurwissenschaftler, Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler, Umweltforscherinnen und Umweltforscher arbeiten gemeinsam an Lösungen für komplexe Herausforderungen. Die enge Vernetzung mit Hochschulen, Forschungsinstituten und internationalen Partnern sorgt dafür, dass neueste wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in politische Entscheidungen einfließen.

Wo kann ich im öffentlichen Dienst wissenschaftliche Karriere machen?

Auf Bundesebene sind das Behördennetz und die Forschungslandschaft weitverzweigt und umfassen unter anderem Bundesministerien, Ressortforschungseinrichtungen, große Forschungsorganisationen sowie Hochschulen als wichtige Partner der öffentlichen Verwaltung.

Bundesministerien mit Forschungsauftrag – Forschung für Fortschritt und Gesellschaft.

Mehrere Bundesministerien betreiben eigene Forschung oder finanzieren Projekte, um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) – fördert Forschung, und Innovation in allen Wissensbereichen, von Schlüsseltechnologien bis zur Raumfahrt.
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) – fördert angewandte Forschung zur Energiewende und zu industriellen Zukunftstechnologien
  • Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) – untersucht Umwelt- und Klimaschutzfragen
  • Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) – forscht zu Ernährungssicherheit, Landwirtschaft und nachhaltiger Ressourcenbewirtschaftung
  • Bundesministerium für Gesundheit (BMG) – analysiert Gesundheitsrisiken und entwickelt Strategien zur Krankheitsprävention
  • Bundesministerium für Verkehr (BMV) – fördert Forschung zur Mobilität der Zukunft und der Verkehrsinfrastruktur

Staatliche Forschungseinrichtungen – Wissenschaft direkt für die Politik.

Die Bundesverwaltung betreibt eigene Forschungseinrichtungen, die als wissenschaftliche Berater für Ministerien fungieren. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Robert Koch-Institut (RKI) – Infektionsschutz und Epidemiologie 
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 
  • Paul-Ehrlich-Institut (PEI) – Impfstoff- und biomedizinische Forschung
  • Umweltbundesamt (UBA) – Analyse und Maßnahmen für den Umweltschutz 
  • Bundesamt für Naturschutz (BfN) – wissenschaftliche Grundlagen für Biodiversitätspolitik 
  • Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) – Forschung zur Endlagerung radioaktiver Abfälle
  • Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) – Sicherheit und Innovation in der Werkstofftechnik 
  • Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) – Deutschlands nationales Metrologieinstitut 
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) – Luftfahrt-, Raumfahrt- und Energieforschung

Außeruniversitäre Forschungsorganisationen – Spitzenforschung mit staatlicher Unterstützung.

Die großen deutschen Forschungsorganisationen betreiben Grundlagen- und angewandte Forschung in nahezu allen Wissenschaftsbereichen. Diese sind:

  • Fraunhofer-Gesellschaft – praxisnahe Forschung für industrielle Anwendungen
  • Helmholtz-Gemeinschaft – Großforschungseinrichtungen für strategische Zukunftsthemen
  • Leibniz-Gemeinschaft – interdisziplinäre Forschung mit direkter Politikberatung
  • Max-Planck-Gesellschaft – Spitzenforschung in Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften
  • Max Weber Stiftung – internationale geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung

Hochschulen – wissenschaftliche Partner der Bundesverwaltung.

Hochschulen forschen in zahlreichen Bereichen und kooperieren eng mit der Bundesverwaltung. Einige Hochschulen sind direkt in Bundesträgerschaft und tragen mit ihrer Forschung und Ausbildung maßgeblich zur wissenschaftlichen Fundierung staatlicher Entscheidungen bei:

  • Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw Hamburg) – Forschung in Ingenieur-, Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften
  • Universität der Bundeswehr München (UniBw München) – Schwerpunkte in Ingenieur-, Natur- und Sozialwissenschaften sowie digitaler Sicherheit
  • Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (HS Bund) – Verwaltungsforschung und Ausbildung für den öffentlichen Dienst
  • Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer (DUV Speyer) – Forschung zu Governance, Recht und öffentlicher Verwaltung

5 gute Gründe für eine wissenschaftliche Karriere in der Bundesverwaltung.

Fassen wir zusammen: Mit einer wissenschaftlichen Karriere in der Bundesverwaltung kannst du deine Expertise in den Dienst der Gesellschaft stellen – und dabei zahlreiche Vorteile genießen. 
 

  • In der Bundesverwaltung forschst du nicht für den Markt, sondern für die Gesellschaft. Deine Erkenntnisse helfen, Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung oder Gesundheitspolitik zu bewältigen.

  • Ob Natur-, Ingenieur-, Sozial- oder Gesundheitswissenschaften – die Forschungsfelder sind breit gefächert. Interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit sorgen dafür, dass du an den großen Zukunftsthemen mitwirkst.

  • Wissenschaft in der Verwaltung ist Teamarbeit. Du arbeitest mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Ministerien, Hochschulen und internationalen Partnern zusammen, um innovative Lösungen zu entwickeln.

  • Forschung für die Bundesverwaltung bedeutet, langfristig zu denken. Hier werden Entscheidungen vorbereitet, die über Jahre hinweg Gesellschaft und Politik prägen.

  • Egal, ob als Tarifbeschäftigte oder Tarifbeschäftigter im TVöD Bund oder als Beamtin oder Beamter – die Bundesverwaltung bietet sichere und langfristige Perspektiven für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Lies hier mehr zum Thema Benefits in der Bundesverwaltung. 

Eine wissenschaftliche Karriere im öffentlichen Dienst verbindet Fachwissen mit gesellschaftlicher Verantwortung. Ob als Berufseinsteigerin oder Berufseinsteiger, erfahrene Wissenschaftlerin oder erfahrener Wissenschaftler – hier findest du vielseitige und sichere Karrierewege. Entdecke jetzt deine Einstiegsmöglichkeiten, finde passende Stellenangebote und werde Teil unserer Forschung!

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